• Homemade Seitan

DIY Seitan Rezept

Seitan herzustellen gehört zu den wirklich einfachen Dingen in der Küche. Es bedarf keiner großen Kochkunst und schon deshalb weiß ich es sehr zu schätzen. Seitan ist das Klebereiweiß aus Weizenmehl. Klebereiweiß ist auch unter Gluten bekannt und in den letzten Jahren leider in Verruf geraten.

Wenn man dem wachsenden Angebot, von glutenfreien Produkten glauben schenkt,  muss es immer mehr Menschen geben, die auf Gluten reagieren.

Man spricht von drei unterschiedlichen Unverträglichkeiten in Verbindung mit Gluten.

  1. Menschen mit einer Zöliakie, eine Autoimmunerkrankung, sollten einen Riesen Bogen darum machen und lebenslänglich, rigoros auf Gluten verzichten. Betroffen sind 0,3 bis 1 Prozent der Bevölkerung Deutschlands.
  2. Weiter gibt es eine seltene Weizenallergie. Diese tritt in der Regel bei Menschen auf, die aus beruflichen Gründen mit Mehl, mit viel Mehl in Berührung kommen. Zum Beispiel der Bäcker oder der Konditor.
  3. Die Nicht-Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität wird aufgrund ihres unaussprechlichen Namens << Glutenunverträglichkeit>> genannt. Die Schätzungen schwanken zwischen 0,6 und 6 Prozent.

Der Anteil der Betroffenen ist gemessen an der Gesamtbevölkerung relativ gering. Solange man keine offensichtlichen Beschwerden, beziehungsweise eine durch den Arzt gesicherte Diagnose hat, ist es absolut unbedenklich, gelegentlich ein Seitangericht zu verzehren.  

Gründe Gluten zu verzehren.

Seitan wird auch aufgrund seiner Konsistenz, vegetarisches Fleisch genannt. Das vegetarische Fleisch hat dem echten Fleisch gesundheitlich etwas voraus. Es enthält kein Cholesterin und sehr wenig Fett. Also eine super Alternative für alle, die auf den Blutfettspiegel und ihre Figur achten. Der hohe Eiweißgehalt von durchschnittlich 28 % übertrifft sogar einige Fleischsorten.

Zubereitungszeit: 40 Minuten – Ruhezeit: min. 3 Stunden – Kochzeit: min. 45 Minuten

Zutaten für den Teig:

  • 1000 g Mehl (es reicht ganz normales, günstiges Mehl vom Typ 405)
  • 750 ml Wasser

Daraus erhält man ca. 250 g Seitan.

Zutaten für die Würze:

  • 500 ml Gemüsebrühe
  • 1 klein geschnittene Zwiebel
  • 4 klein geschnittene Knoblauchzehen
  • 1 Prise Pfeffer/ Salz
  • weitere Gewürze nach Bedarf

Zubereitung:

  1. Mehl durch langsame Zugabe des Wassers so lange kneten, bis es ein elastischer Teig mit gummiartiger Konsistenz entsteht.
  2. Den Teig mindestens 3 Stunden stehen lassen oder alternativ über Nacht ruhen lassen.
  3. Die Schüssel mit dem Teig wird immer wieder mit Wasser befüllen und der Teig zwischendurch so lange durchgeknetet, bis die gesamte Stärke ausgewaschen ist.
  4. Der Vorgang ist abgeschlossen, sobald das Wasser klar bleibt.
  5. Die Zutaten für die Würze klein schneiden und zusammen mit der Gemüsebrühe zum kochen bringen.
  6. Den Seitan ca. 45 Minuten in der Brühe kochen. Je länger er kocht, umso fester wird er.

Nährwertangaben pro 100 g Seitan:

Energie: 148 kcal
Kohlenhydrate: 2,5 g
Eiweiß: 28,8 g
Fett: 2 g

Sei vorsichtig mit Deinem Küchenschwamm. Die Rohmasse klebt wie Hulle und versaut den Schwamm nachhaltig. Ich wasche den Schwamm in Anschluss in der Waschmaschine.

Nach dem Kochen ist das Seitan fertig für den Verzehr.  Wenn Du nicht länger warten möchtest, kannst Du es gleich weiter braten, frittieren oder im Ofen backen. Direkt aufs Vollkornbrot, geht selbstverständlich auch. ;-) 

Du kannst es aber auch aufbewahren.

Aufbewahrung von selbst gemachten Seitan.

Seitan verdirbt, wie alle besonders eiweißhaltigen Lebensmittel relative schnell. Darum lagert man Seitan am besten im Kühlschrank. Dort ist er, eingelagert in der Marinade, bis zu einer Woche haltbar. Grundsätzlich lohnt es sich gleich große Mengen an Seitan selbst zu machen und einen Teil davon kannst Du einfach einfrieren. Seitan ist in der Tiefkühlung zwei bis drei Monate haltbar.

Deinem Gusto bezüglich der Würze sind keine Grenzen gesetzt. Aktuell habe ich Lorbeerblätter, weißen Pfeffer, Piment und etwas Chili dem Sud hinzugefügt. Das gab dem Seitan etwas Feuer. ;-) Lass Deiner Fantasie freien Lauf. Schau, was Du an Gewürzen in den Schränken hast. Falls Du weitere Anregungen suchst, findest Du Unmengen davon im Netz.

Probiere es aus und lasse mich auf jeden Fall wissen, ob es Dir geschmeckt hat!

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Ich grüße Dich herzlich!

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PS: Weil Du es Dir Wert bist!

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By | 2017-10-08T18:36:57+00:00 8.10.2017|Tags: , , |0 Kommentare

About the Author:

Ich bin Sonja Fuchs alias Fuchsmunter. Ich habe bis Anfang 2014 in der freien Wirtschaft gearbeitet und kurz vor dem Burnout die Notbremse gezogen. Ich habe meinen Job gekündigt, arbeite jetzt halbtags in einem Fitnessstudio, habe eine Ausbildung zur Fitness- und Ernährungstrainerin gemacht und beschäftige mich intensiv mit einfachem und gesunden Lifestyle. Wenn ich keinen Sport treibe, ein neues Rezept ausprobiere oder einen neuen Kniff teste, der das Leben leichter macht, dann schreibe ich hier darüber.

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