• Aubergine

Langweiler oder Superfood ? Die Aubergine!

Ich weiß, es gibt bereits viele gute Seiten im Netz, die sich im Rahmen der Warenkunde mit Auberginen beschäftigen. Trotz aller Aufklärungsarbeit im Netz werde ich, aufgrund meiner Teilnahme in der solidarischen Landwirtschaft, als Gemüseexpertin gehandelt. ;-)  Die folgende Geschichte ist typisch dafür, wie ich zu meinem Wissen gelange.

Auberginenblüte

Alles fing damit an, dass ich im Folientunnel der Solawi eine wunderschöne Blüte entdeckte und überhaupt keine Idee hatte, was sie werden würde, wenn sie groß ist. Ich hielt die Blüte im Auge und war ziemlich überrascht, als aus ihr eine Aubergine gewachsen war.  Ich kannte bis dato nur die Auberginen aus dem Supermarkt, die ich ehrlich gesagt nie besonders attraktiv fand.

Mit dem Anspruch mehr Gemüse zu essen, um einen gesünderen Lifestyle zu leben, muss die Gemüsepalette vergrößert werden. Begeistert durch die Schönheit der Blüten, der Vielfältigkeit der Sorten und die vielen Möglichkeiten der Zubereitung, haben dazu geführt, dass ich folgendes über die Aubergine zu berichten weiß.

Was ist Wissenswert über die Aubergine?

Die Aubergine gehört wie die Tomaten und die Kartoffeln zur Familie der Nachtschattengewächse. Diese wachsen allerdings weder nachts noch nur im Schatten.

Die Bezeichnung Nachtschattengewächs soll von dem alten Wort für „Albtraum“ stammen: „Nachtschaden“. Im Mittelalter wurden Menschen, die an Albträumen oder Kopfschmerzen litten, mit einem speziellen Gebräu aus eben diesen Pflanzen behandelt, die auch eine Wirkung auf das zentrale Nervensystem hatten.

Aubergine am Strauch

Es gibt mehr als 40 verschiedene Sorten Auberginen. Die Schale kann weiß oder grün sein, beziehungsweise alle möglichen lila Schattierungen aufweisen. Viele kennen die Aubergine sicherlich als keulenförmige Frucht mit glatter dunkelvioletter Haut und mit hellem Fleisch aus dem Supermarkt.

Angebaut werden Auberginen hauptsächlich in China, Türkei, Japan, Ägypten, Italien, Indonesien, Irak, Spanien und in anderen Mittelmeerländern. Ein größerer Anbau der Kälte empfindliche Pflanzen wird in kühlen und gemäßigten Regionen, also so wie bei uns, nur im Gewächshaus bzw. im Folientunnel durchgeführt. Auberginensaison ist von August bis Oktober.

Warum ist die Aubergine besonders empfehlenswert?

Die Aubergine ist vielseitig in der Zubereitung und besonders energiearm (25 kcal/pro 100g). Sie besteht zu über 90% aus Wasser. Der geringe Kohlenhydrat Anteil macht die Aubergine zu einem perfekten Gemüse im Rahmen von Low-Carb Gerichten, wie z.B. der Low Carb Ratatouille  oder dem Low Carb Auberginenauflauf.

Als Vitaminbombe würde ich die Aubergine nicht bezeichnen. In der Schale befinden sich Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C. Außerdem enthält sie einen nennenswerten Anteil, 229 mg pro 100g, Kalium. Ein Mineralstoff, der eine wichtige Rolle in unserem Flüssigkeitshaushalt spielt und bei der Weiterleitung von elektrischen Impulsen an Nerven und Muskelzellen eine enorme Rolle spielt.

Grundsätzlich besteht ihre Leistung in einem Gericht daraus, dass man satt wird, ohne Unmengen an Kalorien aufzunehmen. Sie füllt den Magen und sorgt so dafür, dass das Sättigungsgefühl länger anhält. Ein Superfood ist sie damit nicht, aber auch bestimmt kein Langweiler, schon allein, weil es sie in so vielen wunderschönen Formen und Farben gibt.

Was muss ich bei der Lagerung von Auberginen beachten?

Du solltest eine Aubergine am besten erst kaufen, wenn Du genau weißt, dass Du sie innerhalb der nächsten ein bis drei Tage verarbeitest. Je länger eine Aubergine nach der Ernte liegt, desto bitterer Ihr Inneres. Auberginen sind zart besaitet und kleine Frostbeulen. Eine Aufbewahrung im Kühlschrank ist deshalb ungeeignet.

Ganz warm mögen sie es allerdings auch nicht. Ich lege sie in meiner Küche an einen schattigen Platz. Wer es genau mag: “ Die optimale Lagertemperatur der Aubergine liegt bei 10 °C. Da Äpfel, Bananen und Tomaten Reifegase abgeben, kann auch die Aubergine schneller neben ihnen “altern”.

Verarbeitungstipps

  • Auberginen sind roh nicht genießbar. Solange sie unreif sind, enthalten sie Solanin. Solanin ist ein bitteres und giftiges Alkaloid (Wirkstoffgruppe, die sich auf das zentrale Nervensystem auswirken), welches sich bei Vergiftung meist in Magen-Darm und Nervenstörungen widerspiegelt. Der Solanin Gehalt nimmt ab, je reifer die Aubergine ist.
  • Der Kopf mit Stiel- und Blattansatz, sowie der Boden werden entfernt und nicht mitverarbeitet. Denn gerade im Pflanzengrün oder in den Sprossen dieser Pflanzengattung findet man die Giftstoffe in konzentrierter Form.
  • Eine Aubergine ist reif, wenn auf sanften Druck das Fruchtfleisch leicht nachgibt.
  • Die Aubergine wird in den meisten Gerichten mit Schale verarbeitet. Dort sitzen auch bei der Aubergine die Vitamine. Deshalb ist es wichtig, dass Du sie gut wäschst und mit Schale verzehrst.

Aubergine salzen und in Wasser ziehen lassen?

Grundsätzlich salzt man die Aubergine, um die Bitterstoffe auszuschwemmen. Die neuartigen Züchtungen, die es im Supermarkt zu kaufen gibt, sind aber häufig mit weniger Bitterstoffen ausgestattet. So kann man darauf verzichten, denn mit diesem Entwässerungsvorgang entzieht man der Aubergine auch Vitamine und Mineralstoffe.

Wenn die Aubergine frittiert oder gebraten werden soll, macht es das Entwässern durchaus Sinn. Es verdichtet das Fruchtfleisch und die Ablagerung von Fett ist eingeschränkt.

Falls Du auch ein Auberginenskeptiker bist, möchte ich Dich ermutigen, über deinen Schatten zu springen. Probiere die Aubergine aus! Man kann viele schöne Dinge mit ihr kochen, ohne das man in Arbeit erstickt oder schon vom ansehen zu legt. Ich habe bis jetzt den Low Carb Auberginenauflauf und die Low  Carb Rataoullie zubereitet und nehme diese, weil sie so schnell gemacht sind, in mein Spätsommer Repertoire auf.

Hast Du ein Favoriten Auberginen Rezept? Lass es mich wissen. Wenn Du einen Link zum Rezept dazupackst, probiere ich es aus!

Bis dahin wünsche ich Dir eine gute Zeit!

Herzliche Grüße

Signatur

PS.: Weil Du es Dir Wert bist!

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By | 2016-11-10T16:35:14+00:00 23.08.2016|Tags: , , , , |0 Kommentare

About the Author:

Ich bin Sonja Fuchs alias Fuchsmunter. Ich habe bis Anfang 2014 in der freien Wirtschaft gearbeitet und kurz vor dem Burnout die Notbremse gezogen. Ich habe meinen Job gekündigt, arbeite jetzt halbtags in einem Fitnessstudio, habe eine Ausbildung zur Fitness- und Ernährungstrainerin gemacht und beschäftige mich intensiv mit einfachem und gesunden Lifestyle. Wenn ich keinen Sport treibe, ein neues Rezept ausprobiere oder einen neuen Kniff teste, der das Leben leichter macht, dann schreibe ich hier darüber.

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